Information

Die in den DRGs geforderte aktivierende therapeutische Pflege
(OPS 8-550, 8-552, 9-200 sowie 9-500) ist Inhalt eines Bobath Pflegegrundkurses, sowie des -Aufbaukurses


Termine

Start der nächsten Ausbildung zum Praxisbegleiter Bobath BIKA® am 01.09.2017!
Jetzt informieren und bis zum 01.04.2017 anmelden.


Kursinhalte-Bobath-Pflegegrundkurse

Bobath - Pflegegrundkurse anerkannt von Bobath Initiative für Kranken- und Altenpflege (BIKA®) e.V. und VeBID (Verein der Bobath-InstruktorInnen IBITA Deutschland und Österreich e.V).

Im Rahmen der Zercur Geriatrie Fachweiterbildung Pflege (des Bundesverbandes Geriatrie www.bv-geriatrie.de), ist ein anerkannter Bobath Pflegegrundkurs im Stundenumfang von 80 UStd. und 10 Tage ein Pflichtmodul.

Der Bobath Aufbaukurs für Pflegekräfte ein Wahlmodul von 40 UStd.

Kurstitel

"Therapeutisch aktivierende Pflege Erwachsener nach erworbenen Hirnschädigungen - Bobath Konzept"

Dozent

  • Pflegeinstruktor Bobath BIKA®
  • Bobath Instruktor VeBID

Kursdauer

  • im Minimum 50 Std. / 67 Unterrichtsstunden a 45 min.
  • muss mindestens in 2 Teilen sein
  • im Minimum von 8 Tagen
  • muss innerhalb von 8 Monaten abgeschlossen sein.

Für die Kursdauer gilt folgende Empfehlung

  • Für Teilnehmer, die zum größten Teil in der geriatrischen, neurologischen und neurochirurgischen Rehabilitation arbeiten, sollte ein 10-tägiger Bobath-Pflegegrundkurs gewählt werden.
  • Für Teilnehmer, die in Akutkrankenhäusern oder Pflegeheimen arbeiten, sollte ein 8 - 10 tägiger Bobath-Pflegegrundkurs gewählt werden.

Zwischen dem ersten und zweiten Teil muss eine dokumentierte Praxisarbeit (Video- oder Fotodokumentation der Arbeit mit dem Patienten) geleistet werden. Die maximale Fehlzeit beträgt bei anerkannten Pflegekursen vier Unterrichtsstunden. Bei Fehlen der dokumentierten Praxisarbeit oder Fehlzeiten über vier Unterrichtsstunden wird eine Teilnahmebescheinigung statt eines Zertifikates ausgestellt.

Teilnehmerzahl

Maximale Teilnehmerzahl: 18 Teilnehmer

  • 2 Instruktoren = 18 Teilnehmer
  • 1 Instruktor* = 12 Teilnehmer

Pro 1 Assistent**/ Praxisbegleiter = 4 weitere Teilnehmer

* Ein Instruktor darf bei seinen ersten beiden Kursen keine Assistenten zur Ausbildung annehmen (12 Teilnehmer). Als Assistent bezüglich der Teilnehmerzahl kann auch gelten: wer an einem anerkannten Pflegekurs teilgenommen, zusätzlich bei einem solchen hospitiert hat und mit neurologischen Patienten arbeitet, bzw. Physiotherapeut oder Ergotherapeut ist, mindestens an einem Bobath-Grundkurs teilgenommen und bei einem anerkannten Pflegekurs hospitiert hat.

** gilt ab der 1. ordentlichen Assistenz eines in Ausbildung zum Pflegeinstruktor Bobath BIKA® oder in Ausbildung zum Bobath Instruktors IBITA befindlichen Assistenten

Inhalte

Der Kursteilnehmer soll verstehen, dass jede pflegerische Handlung, individuell angepasst und adäquat unterstützt nach den Prinzipien der therapeutisch aktivierenden Pflege zur bestmöglichen Verbesserung der Lebensqualität des Patienten dient. Durch die Verknüpfung der theoretischen Inhalte und der Arbeit mit dem Patienten sollen ganzheitliche Sicht und Verantwortungsgefühl gefördert werden.

Die wichtigsten Grundsätze des Handlings und der Facilitation sind

  • sich an den Bedürfnissen des Patienten zu orientieren
  • Ausrichtung und Kontrolle von Schlüsselpunkten
  • aktivierend
  • tonusregulierend
  • Vermeidung bzw. Umgang mit Sekundärschäden
  • Sicherheit
  • Ökonomie und Effizienz im Pflegealltag
  • Maßnahmen der Wahrnehmungsförderung
  • Anbahnung von normaler Bewegung

Praktische Inhalte

  • Hilfestellung bei
    • Körperpflege
    • Kleiden
    • Toilettengang
  • Bewegungsübergänge:
    • innerhalb des Bettes
      • Becken heben
      • Seitwärtsbewegen aus Rückenlage
      • Seitwärtsbewegen aus Seitlage
      • Drehen
      • Hochbewegen im Bett, aktiv und passiv
    • aus dem Bett heraus
      • Hochkommen zum Sitz an der Bettkante
      • Ablegen vom Sitz an der Bettkante
    • außerhalb des Bettes
      • Transfer
      • Vor- und Zurückrutschen im Stuhl
      • Korrektur der Sitzposition auf dem Stuhl
  • Positionierung:
    • Seitlagen
    • Rückenlage
    • verschiedene Sitzpositionen
  • Didaktische Aufbereitung:
    • Normale Bewegungserfahrung / -analyse
    • Üben aneinander
    • Praktische Arbeit der Teilnehmer mit Patienten (unter Supervision zum Teil während des klinischen Ablaufs auf der Station)
    • Patientendemonstrationen durch die Kursleitung; mindestens zwei, unter verschiedenen Aspekten
    • Dokumentation einer definierten Pflegesequenz durch die Kursteilnehmer

Der Kurs soll dem Teilnehmer ermöglichen, individuelle Pflegeprobleme und Ressourcen zu erkennen, daraus pflegerische Ziele abzuleiten und geeignete Pflegemaßnahmenunter rückengerechter Arbeitsweise kennen zu lernen und anzuwenden. Er sollte die Wichtigkeit des interdisziplinären Teams deutlich machen.

Theoretische Inhalte

  • Geschichte, Entwicklung des Bobath-Konzeptes
  • Grundprinzipien des Bobath-Konzeptes und der Therapeutisch aktivierenden Pflege Bobath BIKA®
  • Auswirkungen von Schädigungen des ZNS und Umgang mit der Problematik folgender Bereiche:
    • sensomotorische
    • neuropsychologische
    • soziale
    • psychische
  • Sekundärschädigungen

Verhältnis

Praxis 40 Stunden : Theorie 10 Stunden

  • Davon entfallen mindestens 6 Stunden auf die Arbeit mit Patienten; mindestens 2 Stunden auf Patientenvorstellungen.

Wer nimmt an Bobath-Pflegegrundkursen teil?

  • Alle Pflegkräfte mit staatlicher Anerkennung; HeilerziehungspflegerInnen
  • Berufstätige im pflegerischen oder therapeutischen Bereich in Absprache mit der Kursleitung.
  • Hospitanten erhalten kein Zertifikat sondern eine Hospitationsbescheinigung.

Der Stempel der BIKA® e.V / Verein der Bobath-InstruktorInnen (VeBID)Deutschland und Österreich e.V. bescheinigt die Einhaltung der Kursrichtlinien und die Anerkennung durch die BIKA® e.V / VeBID e.V.

Haftung

Wir weisen darauf hin, dass die Klinik als Träger das Risiko der Fortbildungsveranstaltung versicherungsrechtlich trägt. Die Kursteilnehmer werden bei Beginn des Kurses auf Beachtung eigener körperlicher Einschränkungen und bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz auf persönliche Haftung hingewiesen.

 

Stand 10.2011